Sonderschau Fischotter

Lutra lutra – eine Chance für den Fischotter

Die Ausstellung informiert lebendig über die Biologie und die Verhaltensweise des Fischotters, seine Verbreitung in Europa und über die Vorbereitungen zu seiner Rückkehr.

Die Ausstellung informiert lebendig über die Biologie und die Verhaltensweise des Fischotters, seine Verbreitung in Europa und über die Vorbereitungen zu seiner Rückkehr.

Lebensweise des Fischotters

Dank seinen hervorragenden Anpassungen an das Wasserleben kann der Fischotter eine Beute jagen, die ihm bei uns kein anders Säugetier streitig macht. Der Fischotter lebt aber nicht von Fischen allein, sondern frisst je nach Angebot auch Krebse, Mäuse und anders mehr. Diese erfolgreiche Strategie verfolgt nicht nur der Europäische Fischotter. Auf der Erde gibt es nicht weniger als zwölf weitere Otterarten, darunter so spektakuläre wie der Seeotter der nordamerikanischen Küsten

Da Fische in naturnahen Gewässern das ganze Jahr reichlich vorhanden sind, ist die Fortpflanzungszeit des Europäischen Fischotters nicht an eine bestimmte Jahreszeit gebunden. Die Jungtiere leben fast ein Jahr mit der Mutter, von der sie vieles lernen müssen, darunter auch das Tauchen und Schwimmen.

Die Männchen leben als Einzelgänger in grossen Revieren. Otter sind hinsichtlich des Lebensraumes sehr anpassungsfähig. Wichtig sind gute Fischbestände, natürliche Ufer mit vielen Tagesverstecken und ruhige Gebiete für die Jungenaufzucht. Im Lebensraum des Otters trifft man häufig den Biber, im Gegensatz zum Otter ein reiner Pflanzenfresser.

zur Situation des Fischotters

Viele Tierarten, welche in der Schweiz bereits ausgestorben waren, sind in unser Land zurückgekehrt. Auf dem besten Weg dazu sind Bartgeier und Wölfe und vielleicht sogar der Bär. Doch was ist mit dem Fischotter?

Im Jahre 1888 setzten sich verschiedene Politiker aus volkswirtschaftlichen Gründen für eine Änderung des Fischereigesetzes ein. Um die Fischereierträge zu heben, wurde beschlossen, dass „fischereischädliche Tiere“ in der Schweiz ausgerottet werden sollen. In der Folge wurden hohe Prämien für das Erlegen von Fischottern ausgesetzt. Es fanden Kurse über die Fischotterjagd statt, Schlagfallen wurden auf Staatskosten angeschafft und den Jägern abgegeben. Zudem kamen staatliche Fischotterjäger zum Einsatz.

Schon ab 1913 ging die Jagd auf den Fischotter massiv zurück und die jährlichen Strecken betrugen kaum mehr als 10 Tiere. Nach langjährigen Bemühungen von Naturschützern wurde der Otter 1952 unter Schutz gestellt. Der damalige Fischotterbestand wurde auf ca. 150 Tiere geschätzt. Trotz des Jagdverbotes wurde der Fischotterbestand jedoch immer geringer. Der letzte Nachweis eines wildlebenden Fischotters in der Schweiz wurde 1989 am Neuenburgersee erbracht.

Fischotter und Mensch

Die Rede ist von der Ausrottung des als Fischereischädling verschrienen Fischotters in der Schweiz und von den Gefahren, denen er in den Ländern, in denen er noch vorkommt, ausgesetzt ist. Neben Umweltgiften und den vielen Verkehrsopfern, ist der allzu stark veränderte Lebensraum besonders ungünstig für eine positive Entwicklung der Bestände. Hier gilt es anzusetzen. Glücklicherweise sind im Zuge des Hochwasserschutzes Flussausweitungen oder Revitalisierungen wieder sehr aktuell geworden. Damit der Fischotter wieder erfolgreich in die Schweiz einwandern kann oder bei uns gar ausgesetzt werden soll, so muss der Verbesserung des Lebensraumes die grösste Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Fischotter und Mensch

Die Rede ist von der Ausrottung des als Fischereischädling verschrienen Fischotters in der Schweiz und von den Gefahren, denen er in den Ländern, in denen er noch vorkommt, ausgesetzt ist. Neben Umweltgiften, welche die Fortpflanzung beeinträchtigen und den vielen Verkehrsopfern, ist der allzu stark veränderte Lebensraum besonders ungünstig für eine positive Entwicklung der Bestände. Hier gilt es anzusetzen. Glücklicherweise sind im Zuge des Hochwasserschutzes Flussausweitungen oder Revitalisierungen wieder sehr aktuell geworden. Damit der Fischotter wieder erfolgreich in die Schweiz einwandern kann oder bei uns gar ausgesetzt werden soll, so muss der Verbesserung des Lebensraumes die grösste Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Vortrag zum Fischotter

Freitag, 8. Februar 2019, 16.00 Uhr

Der Fischotter kehrt zurück – dem Meisterschwimmer auf der Spur

Ueli Rehsteiner, Direktor Bündner Naturmuseum

Der Fischotter ist ein faszinierendes Tier, bewegt er sich doch buchstäblich beinahe wie ein Fisch im Wasser, was von einem Säugetier hohe Anpassungen erfordert. Gegen die Verfolgung durch den Menschen hat ihm dies jedoch nichts genützt: Als Fischereischädling verschrien, wurde er im 20. Jahrhundert in der Schweiz ausgerottet. Nun mehren sich die Anzeichen, dass dieser Meisterschwimmer zurückkehrt.

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